Gonzales, GonZilla, Gonzmonster…

…du fehlst mir sehr! :(

Gestern morgen wusste ich es, ich sah dich an und wusste, dass es an diesem Tag zu Ende gehen würde, zu Ende mit unserer Freundschaft.

Als einjähriger schüchterner Jungspund tratst du in mein Leben. Schnell wusste ich um deine Qualitäten als GonZilla, Superheld aller Rennmäuse, bescheid. Legendär war dein Kampf gegen die böse Raupe, unvergesslich die Lektion, die du Osterhasi erteiltest. Unzählige Geschichten, Erinnerungen, fotografische Andenken zeugen von den tiefen Spuren, die deine Pfoten auf meiner Seele hinterlassen haben.

Worte können nicht beschreiben, was du mir bedeutet hast. Du warst und bist die obercoolste Maus, die ich je kennenlernen durfte.

Vielen Dank für die schönen gemeinsamen 3,5 Jahre mit dir!

Ich will Spaß, ich geb Gas!

Allzu oft lassen sich Puit und Pfötchen ja nicht blicken. Wenn sie sich mal bei Licht rauswagen, halten sie sich bevorzugt vor dunklen Hintergründen auf, wo sie fast unsichtbar erscheinen. Fast scheint es so, als wären sie fleißige Rekruten, die bei der “Täuschen und Tarnen”-Ausbildung besonders gut aufgepasst hätten.

Manchmal kommt es allerdings vor, dass meine Stealthmäuse übermütig werden und sichtbar durchs Gehege düsen. Heute war so ein Tag. Puit und Pfötchen zischten von links nach rechts, kreuz und quer und im Kreis(el), besser bekannt als Laufrad.^^

Nach einem kleinen Snack wanderte Pfötchens Blick in Richtung Laufrad. Puit war abgelenkt und so nutzte sie die Gunst der Stunde: “Will laufen, laufen, laufen!” Mit einem Satz war Pfötchen drin…

… und gab Vollgas.

Puit, die gerade in Pinienkernen schwelgte, spitzte die Ohren: “Laufrad? LAUFRAD!”

Der schwarze Blitz setzte zum Sprung an und *schwupps* saß sie im Laufrad. Pfötchen und mir blieb nichts weiter als der resoluten Dame verdutzt beim Sporteln zuzusehen.

Was für ein actionreicher Sonntag! :D

Ilvy im neu eingerichteten Pflegegehege

Damit Ilvy nach Jumpers Tod nicht durch deren Geruch verunsichert wurde, haben Chris und ich bereits am Sonntag das Gehege neu eingerichtet. Gestern Abend hat sich die treuherzige Ilvy nicht blicken lassen, zu ungewohnt war das Alleinsein, aber heute zeigt sie sich wieder. :)

Das kleine Hündchen hat auch das Betteln nicht verlernt. Gekonnt wirft sie den Kopf in den Nacken, schnüffelt provozierend in meine Richtung und die Augen sprühen nur so vor “Will-Körndi-haben”. :) Selbstverständlich hat sie gekriegt, was sie wollte und zum Dank durfte ich sie ein wenig kraulen.

Da wohnt sie jetzt ganz allein. Ich hoffe, das bleibt nicht lange so, auch wenn das bedeutet, dass ich sie hergeben muss, aber das ist nunmal der Sinn, wenn man Pflegetiere aufnimmt. *seufz*

Ja, ja, so ein niedliches Maushündchen kann einem schon ganz schön den Kopf verdrehen…
…Aber grad, weil ich sie so lieb gewonnen habe, wünsche ich ihr möglichst schnell einen guten Platz, denn den hat sie sich mehr als redlich verdient.

 

Jumpers Reise hat ein rasches Ende gefunden

Noch vor einem Monat appellierte ich im Namen meiner Pflegline Jumper und Ilvy an euch, ihnen dauerhaft Unterschlupf zu gewähren (Unsere (zu) lange Reise) und bereits gestern fand die Reise von Jumper ein jehes Ende.

Am Samstag wollten Chris und ich gerade außer Haus, als mir eine apathische Jumper unter der Ebene in einer Streuhöhle auffiel. Der Schreck war groß. Sofort alarmierte ich unsere Tierarztpraxis. Als ich Jumper in Augenschein nahm, fiel mir ihr harter Bauch auf und der erste Verdacht begann in meinem Herzen zu keimen. Eine Röntgenaufnahme brachte die traurige Gewissheit – Jumper hatte einen Tumor im Bauch. :(

Sie sofort gehen zu lassen brachte ich aber einfach nicht übers Herz, hatte Chris doch erst am Freitag gefragt, ob wir Jumper und Ilvy für immer behalten könnten. Auch wenn das platztechnisch nicht möglich gewesen wäre, so waren sie doch gefühlsmäßig längst unsere Mäuse.

Nach einer Infusion ging es Jumpi auch viel besser und so hoffte ich, dass sie uns noch eine kleine Weile erhalten bleiben würde, Lämmchens Zustand ist schließlich auch immer noch stabil, aber dieses Wunschdenken wurde nicht erfüllt.

Gestern um 19:00 traten wir also den schweren Weg zum Tierarzt an und nahmen Abschied.

Jumper, Jumpi, Jumps, Jumpidu, mein kleines Hündchen, wir haben dich sehr lieb gewonnen! :(

Lämmchens letzte Tage

Noch gibt Lämmchen, der Obermümmellümmel nicht auf. Trotz seiner immer schlimmer werdenden Lähmungserscheinungen schafft er es, seinem Gehegealltag etwas Positives abzugewinnen…
…Oder sollte ich besser sagen, sein Ausbruchswille aus dem Gehegealltag ist ungebrochen.^^

Zielstrebig robbt er auf die eine Ecke zu, erhebt die Vorderpfoten und beißt kraftvoll in die Silikonnaht. Zwar tut er dies nicht mehr männchenmachend, sondern im Liegen, aber er zeigt damit trotzdem deutlich, dass die Zeit noch nicht ganz reif dafür ist, ihn gehen zu lassen.

Das Herumsiefeln hat leider seine Spuren am Pelz hinterlassen, aber ist mir alles egal, hauptsache er hat noch etwas Spaß am Leben.

Ich hoffe sehr, dass sich der derzeitige Zustand noch etwas hält und uns (Chris, Casali und mir) noch ein paar schöne Tage mit Lämmchen vergönnt sind!

…und der nächste Patient

Wir kommen gerade vom Notdienst unseres Tierarztes. Lämmchen zieht die Hinterläufe abwechseln nach und knickt immer wieder ein. Er ist halt schon alt und das scheint unter Lemmisenioren weitverbreitet, aber warum, warum nur mein Lämmchen?!

Klar sind fast alle Nagerchaoten nicht mehr die Jüngsten, aber so viele Todesfälle wie in letzter Zeit sind doch echt zu viel (Lämmchen wäre Nr. 7 in diesem Jahr). Ich habe zwar zu einem Nager nicht den Bezug, den ich zu einem Tier mit längerer Lebenserwartung aufbauen würde, aber ich hab sie ja trotzdem lieb und bin betrübt, wenn einer gehen muss. Besonders nach dem Trippeltod ist mein Nervenkostüm diesbezüglich schwer angeschlagen. *seufz*

Aber es nutzt alles Auf- und Niederhüpfen und Selbstbemitleiden nix, Lämmchen wird uns bald verlassen. Ich werde nur versuchen ihm die letzte Zeit so angenehm wie möglich zu machen und deshalb kriegt er jetzt erstmal Schmerzmittel, Traumeel und Vitamin B, falls die Nervenbahnen für die Lähmungserscheinungen verantwortlich sind.

Die Beschlagnahmung des Riesengeheges

Gestern waren wir auf der Haustiermesse und obwohl wir uns geschworen hatten, keine Nagereinrichtung zu kaufen, kamen wir an einem Stand nicht vorbei – dem Streustand.

Da gab’s weiche Holzschnipsel aus Espe (Pappelart), die zwar als normale Einstreu nicht taugen, weil sie für Gangbauten zu instabil sind, aber dafür eine tolle Buddelabwechslung bieten. Da konnten wir nicht vorbei und nahmen einen Karton mit.

Zuhause angekommen, befüllte ich ein 30x15x15cm Aqua damit und begann, den noch abgetrennten Gehegebereich bei Marsupilami und Pinsel einzurichten. Die Verpackung der Holzspäne fand auch eine Verwendung – daraus lässt sich nämlich ein Haus basteln. :)

Das Werk sah so schön aus, dass ich nicht widerstehen konnte und die Trennwand rauszog. Die beiden Mädels waren natürlich hellauf begeistert vom neuen Reich und genießen es auch heute Morgen in vollen Zügen. :)

Im Gehege verbergen sich zwei Wurzeln, eine große Korkröhre, drei Ebenen, mehrere Karton(-röhren) und ein Riesenkartonhaus. Eingestreut ist mit Laubholzeinstreu, Stroh und Heu.